«Vom Frühlingserwachen und richtigen Mass nehmen»

Mit einem Beitrag von Manuela Freihofer  

 «Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch.»  George Bernhad Shaw

 

Nach dem Kalender ist heute der erste Frühlingstag. Wenn ich zu meinem Fenster rausschaue, dann bäumt sich gerade nochmals der Winter auf, eigentlich chancenlos. Denn unter der Schneedecke lugen zarte Bärlauchblätter und Krokusblüten hervor, das Erwachen der Natur und des Lebens ist unverrückbar da.

Was lässt Sie «erwachen», lebendig sein? Was weckt in Ihnen die Lebensgeister? Was beflügelt und beseelt Sie in Ihrem Alltag, in Ihrer Arbeit, in Ihrem Wirken mit anderen Menschen? Welche Lebensspuren wollen Sie hinterlassen? Antworten auf diese Fragen dürften Sie unweigerlich zu dem führen, was Ihnen wichtig, sinnstiftend und wertvoll ist.

Lesen Sie hier im Beitrag von Manuela Freihofer über «Werteorientierte  Führung» oder besuchen Sie unseren Montagsimpuls am 9. Juli 2018 und für alle, die meine Gedankensplitter über «BrunnenvergifterInnen» verfolgen, unten geht’s zum dritten und letzten Teil.

 

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei den Lektüren

Karin Schüpbach

  

Gedankensplitter aus der Beratungstätigkeit 

Von innerbetrieblichen Seuchen und BrunnenvergifterInnen - Teil 3/3

> Gedankensplitter 1/2/3 (PDF)

Der Umgang mit destruktivem Verhalten im Betrieb erfordert, wenn es kein Einzelphänomen ist, zweigleisige Interventionen: auf der gesamtorganisatorischen oder Team-Ebene kulturbildende Massnahmen und in der operativen Führung, also in der direkten zwischenmenschlichen Begegnung, ermöglichende Begrenzung. Was für die Einen respektlos wirkt, perlt bei Anderen wirkungslos ab. So sind die Wahrnehmung über und Toleranzgrenzen für «toxisches Verhalten» sehr individuell und unterschiedlich. Führungskräfte können in keinem Handbuch nachlesen, wann Handlungsbedarf angesagt ist. Vielmehr sind sie (und natürlich auch Teammitglieder) aufgefordert, die negative Wirkung bestimmter Verhaltensweisen zu erkennen, ihren eigenen «Werte-Kompass» zu aktivieren und klug zu handeln: meist heisst letzteres (Zivil)Courage zu zeigen, selten ist auch bewusst eingesetztes Schweigen ganz hilfreich. In jedem Fall heisst es, aufgrund des eigenen und/oder des betrieblichen Wertesystems «Mass zu nehmen» (siehe Artikel über «Werteorientierte Führung») und bei Nichtpassung mit dem beobachteten Verhalten, klar und deutlich «Nein» zu sagen. Das ist alles; «it is so simple but not easy».

In meiner Beratungspraxis und bei mir selber, stelle ich immer wieder fest, dass es genau dieser kleine Schritt ist, der den grossen Unterschied macht: deutlich, klar und verbindlich d.h. heisst nicht beiläufig, sondern bezogen, freundlich und präsent Nein zu sagen. Das heisst zu begrenzen, dem Unerwünschten, Nichthilfreichen Grenzen zu setzen und in der Folge das erwünschte Verhalten klar zu formulieren, Vereinbarungen zu treffen und zu überprüfen, gegebenenfalls mit Konsequenzen. In Seminaren übt man solche Gespräche, die Techniken dazu sind eigentlich einfach, eben simpel. Den Mut, die innere Klarheit und kommunikative Entschiedenheit zu entwickeln, das ist der «not-easy-Teil». Es erfordert, Kraft und vor allem die Bereitschaft, sich mit der eigenen Persönlichkeit zu exponieren und sich auf das Nichtwissen, was dann passiert, vertrauensvoll einzulassen. Ich wünsche allen die Kraft für konstruktive «Nein’s», denn sie sind erstaunlich lebensfreundlich!

Karin Schüpbach, Geschäftsführerin

 

 

Demnächst bei delosis

Führung

  • 26. - 27. April 2018 - Mindful Leadership Vertiefen, «Führen durch Präsenz»
  • 11. Juni 2018 (Beginn) - Best Practic Führungskräfte vernetzten sich

Persönlichkeit

«Kompassbegleiter-/in» Persönlichkeits- und Beratungstraining 

Heitere Gelassenheit

  • 05. April 2018 (Beginn) - Kurs in Achtsamkeit - vierteiliger Kurs, jeweils donnerstags
  • jeweils Mittwoch, 06.30 bis 07.45 Uhr - Meditation - Zenstil